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Wie funktioniert ein Router?

Ein Router ist im Grundlegenden eine Netzwerkkomponente, mit der zwei IP-Netze miteinander verbunden werden. Im Falle von privaten Haushalten etwa sind dies das lokale Netz (LAN) und das Internet (WAN). Hierfür bietet ein Router in der Regel zwei Ports, nämlich eine LAN- und eine WAN-Schnittstelle. Über die LAN-Schnittstelle hat der Anwender nun die Möglichkeit, entweder ein Endgerät direkt an den Router anzuschließen oder über einen Switch (oder Hub) mehrere Computer anzuschließen. Im Großen und Ganzen kann ein Netzwerk beliebig erweitert werden, da bis zu 65.535 Ports möglich sind. Im Heimbereich haben sich die Hersteller von Routern schon lange dazu entschlossen, Router bis wenigstens vier integrierten LAN-Ports anzubieten, sodass sich der Heimanwender einen zusätzlichen Switch in der Regel sparen kann, da meist ohnehin nur wenige Endgeräte vorhanden sind.

Über einen Router können mehrere Rechnernetze, je nach Einsatzart, miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden. Hierzu werden die eingehenden Datenpakete entsprechend ihrer Zieladresse analysiert und entweder weitergeleitet oder geblockt. Weitergeleitete Datenpakete werden dadurch entweder an ein unmittelbar an den Router angeschlossenes Endgerät oder an ein weiteres angeschlossenes Subnetz geroutet und dort schließlich weiterverarbeitet.

WLAN-Router bieten viele Möglichkeiten

Neben herkömmlichen Routern gibt es auch WLAN-Router. Hier ist nicht nur eine kabelgebundene Koppelung über eine integrierte LAN-Schnittstelle möglich, sondern auch über eine kabellose WLAN Funkverbindung. Ein WLAN-Router bietet also weitreichende Möglichkeiten, da der Computer nicht mehr durch ein Kabel an einen festen Standort gebunden ist, sondern frei im Empfangsradius bewegt werden kann.

Ein DSL WLAN Router beinhaltet bereit ein internes DSL-Modem und bietet somit die Möglichkeit, direkt ohne weiteres Zubehör ein Funknetz aufzubauen und mit mehreren Computern gleichzeitig über eine Funkverbindung über einen DSL-Anschluss zu surfen. Hierzu wird der WLAN-Router direkt mit dem DSL Splitter verbunden, die Datenübertragung zwischen dem WLAN-Router und dem Computer geschieht per Funkverbindung.

Beim Kauf eines WLAN-Routers sollte man darauf achten, dass aktuell gültige Sicherheitsstandards wie zum Beispiel eine integrierte Firewall oder eine Verschlüsselung (WEP, WPA oder WPA2) vorhanden sind. Denn nur so kann man sein privates Netzwerk vor einem unbefugten Zugriff durch nicht autorisierte Dritte wirkungsvoll schützen.

Firewalls in Routern

Beinahe jeder DSL-Router ist heutzutage NAT-fähig (NAT = Network Address Translation), ist also in der Lage, eine Netzadresse zu übersetzen, wodurch aus dem Internet heraus ein direkter Verbindungsaufbau auf das Netzwerk hergestellt werden kann. Um nun nicht jeder Anfrage aus dem Internet einen offenen Zugriff zu gewähren, verfügen Router über sogenannte Firewalls, also eine Schutzmauer, die dazu dient, den Zugriff auf ein Netzwerk basierend auf der Absender- oder der Zieladresse zu beschränken.